Neue Diagnose-Möglichkeiten zur Früherkennung bei Prostatakrebs

Die Früherkennung des Prostatakarzinoms ist unabdingbare Voraussetzung zu Heilung und zum Organerhalt (Fokaltherapie).

Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes in der westlichen Welt.

Geschätzt haben bereits 30% aller 60-jährigen Männer in Europa ein okkultes Prostatakarzinom.


Da der Tumor nur in frühen Stadien geheilt werden kann und hier meist keine Beschwerden verursacht, kommt der Früherkennung eine entscheidende Bedeutung zu. Die Eckpfeiler der Früherkennung bestehen aus einer Abtastung der Prostata und der Bestimmung des PSA-Wertes(prostataspezifisches Antigen) im Blut. Bei Auffälligkeiten erfolgt meist eine ultraschallgesteuerte Biopsie der Prostata. Da ein Karzinom im gewöhnlichen Ultraschall nicht sicher darstellbar ist, erfolgt die Biopsie nach einem bestimmten Schema (routinemäßig mindestens 12 fach oder mehr Biopsien).

Große Studien konnten jedoch zeigen, dass bei den sog. randomisierten Biopsien viele Prostatakarzinome vor allem im Frühstadium übersehen werden.
Deshalb sind genauere bildgebende Verfahren vor der Biopsie nötig.

Hierzu gehören in der Frühdiagnostik die mit der transrektalen Sonographie kombinierte Elastographie und die MRT (Magnetresonanz-Tomographie).

Im Idealfall erfolgt die Früherkennung des Karzinoms in der Prostata so zeitig, dass der Herd in der Prostata lokalisiert werden kann, das Karzinom nicht die Prostatakapsel durchbrochen hat oder in die Nachbarstrukturen eingewachsen ist und solange der Herd möglichst klein ist.

Nur in einem solchen Stadium kann es gelingen, den Krebsherd zu zerstören und das Organ Prostata zu erhalten, eine sogenannte Fokaltherapie durchzuführen.

Als geeignetes Verfahren zur Fokaltherapie erscheint derzeit vor allen anderen Maßnahmen als schonendste Behandlung die HIFU-Therapie geeignet, das Karzinom durch Überhitzung zu zerstören (Hochfokussierter Ultraschall). Hierdurch könnten wesentlich aggressivere Maßnahmen wie radikale Operation – offen oder robotergesteuert - oder Bestrahlung (von außen oder in die Prostata eingebrachtes radioaktives Material) vermieden werden.

Die neuen, hochmodernen Diagnosemaßnahmen und die Möglichkeit für eine die Prostata erhaltende, schonende Zerstörung des Krebsherdes werden dargestellt:

  • Hochmoderne-Diagnoseverfahren-BILD2Ultraschall-gestützte Echtzeit-Elastographie

    Die Ultraschall-gestützte Elastographie ist ein innovatives bildgebendes Verfahren, welches die Elastizität von Gewebe misst und je nach Dehnungsgrad verschieden farbig darstellt. Das Verfahren macht sich die Tatsache zunutze, dass sich harte Gewebeanteile – so auch Tumorgewebe - bei Druck weniger stark verformen als weiches Gewebe.

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  • Hochauflösendes multiparametrisches MRT der Prostata

    Die Magnetresonanztomographie (MRT) scheint das genaueste Bildgebungsverfahren für die Prostata zu sein, insbesondere in der Diagnostik von Weichteilgeweben. Als hochauflösende, multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata ist sie der konventionellen transrektalen Ultraschalluntersuchung bezüglich der Erkennung von Prostatakarzinomen, der Lokalisation und Feststellung des Tumorstadium überlegen.

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