Die transperineale, ultraschall- und raster-gesteuerte Prostatabiopsie im Vergleich zur transrektalen Biopsie

Im Vergleich zur transrektalen ultraschall-gesteuerten Prostatabiopsie erfolgt die Probenentnahme nach Ortung über HistoScanning über den Damm unter sterilen Kautelen.

Die Prostatabiopsie wird in der Regel ambulant durchgeführt und meist gut toleriert. Das Verfahren erfolgt meist in lokaler Anästhesie, eventuell mit zusätzlicher Analgo-Sedierung. 12-14 Proben sind heutzutage entsprechend den S3- Leitlinien für das Prostatakarzinom der Standard. Größere Komplikationen sind eher selten, kleinere, sogenannte „Mi¬nor Complications" treten jedoch sehr häufig auf.

Biopsie ultraschall- und rastergesteuertMakrohämaturie und Hämospermie

Am häufigsten wird nach Prostatastanz¬biopsie eine schmerzlose Makrohämat¬urie (blutiger Urin) beobachtet. In der Literatur wird die Inzidenz der Makrohämaturie mit 13-89% angegeben.

In der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle er¬fordert die Hämaturie keinerlei thera¬peutische Maßnahmen, und in der Regel ist eine Konsultation des Arztes nicht erforderlich. Innerhalb weniger Tage nach der Biopsie sistiert die Blutung spontan. Das Auftreten einer Hämaturie ist unabhängig von der gewählten Biop¬sietechnik (transrektal vs. perineal) möglich. Eine Hämospermie (Blut im Ejaculat) wird nach einer Random-Biopsie von bis zu 71% der Patienten angegeben. Auch eine Hämospermie erfordert keine Therapie, die Patienten und deren Sexualpartner sind jedoch häufig sehr beunruhigt. Die Hämospermie persistiert in der Regel jedoch länger als die Hämaturie, in manchen Fällen über Monate. ( "Blutung nach transrektaler Prostatabiopsie. Ein Notfall?" von J. Dörsam und G. Staehler [Urologe B (2001) 41:559-561]).