Hoffnung bei Prostatakrebs: die Fokaltherapie

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Neueste Diagnostik und organerhaltende Heilung

Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. Die besten Aussichten auf Heilung bestehen dann, wenn der Krebs möglichst frühzeitig entdeckt wird. Bei der Frühdiagnostik spielen hochmoderne bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) mit Endorektalspule und Spektroskopie sowie die Ultraschall-gestützte Elastographie eine immer größer werdende Rolle.

Beide Verfahren ergeben Aufschluss über die exakte Lage und das Stadium, in dem sich ein vorhandener Tumor befindet. Bei der Ultraschall gestützten Elastographie nutzen wir die Tatsache, dass sich Tumorgewebe auf Druck weniger elastisch als gesundes Gewebe verhält. Auffällige Areale in der Prostata werden computergesteuert am Geräte-Monitor in speziellen Farben dargestellt.

Ergeben beide Untersuchungsmethoden nicht eindeutig, dass kein Krebs vorliegt, erfolgt in einem zweiten Schritt eine Biopsie. Dabei werden auf Basis der MRT- und Elastographie Daten punktgenau Gewebeproben entnommen und analysiert. Wird dabei Prostatakrebs festgestellt, muss der operative Eingriff erfolgen. Im Frühstadium, bei einem lokal begrenzten Krebs, ist hier der Eingriff durch hochfokussierten Ultraschall (HIFU- Therapie) eine neue Möglichkeit. Über eine in den Enddarm eingeführte Sonde werden hochintensive fokussierte Ultraschallwellen direkt auf den Tumor gerichtet. Die Fokussierung führt zu einer intensiven Erhitzung und damit Zerstörung des Gewebes im Zielbereich ohne gesundes Gewebe zu schädigen. Die Behandlung dauert ca. 1 Stunde und wird unter V ollnarkose durchgeführt.

Mit der HIFU-Therapie steht uns ein sehr schonendes Verfahren zur Bekämpfung des Prostatakrebses zur Verfügung und das bei vollem Organerhalt. So werden alle die gefürchteten Nebenwirkungen der Radikaloperation wie Impotenz und Harninkontinenz vermieden. Allerdings
können wir die HIFU-Therapie nur in einem sehr frühen Krebsstadium erfolgreich anwenden. Deshalb ist die Vorsorge-Untersuchung für jeden Mann ab 50 so ungeheuer wichtig.

Dr. Karl-Heinz von Kellenbach