Prostatakrebs-Diagnose-Zentrum

Prostatakrebs

Der Prostatakrebs / Prostatakarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung und geht vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) aus. In Deutschland sterben knapp drei von 100 Männern an Prostatakrebs. Der Prostatakrebs ist die häufigsten Krebserkrankung des Mannes: innerhalb der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er für etwa zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich und stellt damit die zweithäufigste tödliche Krebserkrankung nach Darmkrebs dar.

Die Erkrankung ist im Frühstadium symptomlos. Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen und später Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten. Wird die Diagnose erst gestellt, wenn bereits Symptome aufgetreten sind, hat häufig schon eine Metastasierung stattgefunden, vorrangig in die lokalen Lymphknoten oder in das Skelett (Knochenmetastasen).

Eine Behandlung mit Aussicht auf Heilung ist nur möglich, wenn das entartete Gewebe die Organgrenzen noch nicht überschritten hat und keine Metastasen vorliegen. Da es in der Regel erst bei fortgeschrittener Erkrankung zu Beschwerden kommt, wird in Deutschland eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer über 50 Jahren (ab dem 45. Lebensjahr für Männer mit positiver Familienanamnese) angeboten, um die Krebsdiagnose möglichst früh in einem noch heilbaren Stadium zu stellen. Die Entscheidung zur Art der Behandlung ist mittlerweile schwierig und vom Einzelfall abhängig.

Unsere aktuelle Prostatakrebs-Diagnostik:

DRU:
mit der digital-rektalen Untersuchung kann ein erfahrener Untersucher bei einem nahe am Enddarm liegendem Krebs bereits die Verdachtsdiagnose stellen, da der Tastbefund typisch ist. Allerdings werden so die tiefer liegenden Tumoren und die der vorderen Organregionen übersehen und allgemein erst recht fortgeschrittene Stadien erkannt.
TRUS:

Genauere Lokalisation und Größenbestimmung erlaubt die Ultraschalluntersuchung (transrektale Sonografie). Tumoren ab zehn Millimeter Durchmesser können damit gefunden werden, kleinere jedoch nur zu etwa 20 %.

PSA:
Zu den Laborparametern gehören die prostataspezifische saure Phosphatase (PAP) und das prostataspezifische Antigen (PSA). Vor allem das PSA hat momentan einen hohen Stellenwert in der Diagnostik. Es ist spezifisch für die Prostata, allerdings nicht für ein Tumorleiden, sondern kann auch bei Entzündungen, benigner Prostatahyperplasie, einem Harnverhalt oder ohne ersichtlichen Grund erhöht sein. Ein Wert über 4 ng/ml gilt als abklärungsbedürftig. Das PSA ist jedoch der entscheidende Parameter in der Tumornachsorge nach operativer Therapie und nach einer Strahlentherapie.

 

MRT MagnetresonanztomographieMRT:
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein sehr genaues Bildgebungsverfahren für die Prostata, insbesondere in der Diagnostik von Weichteilgeweben. Als hochauflösende multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata ist sie der konventionellen transrektalen Ultraschalluntersuchung bezüglich der Erkennung von Prostatakarzinomen, der Lokalisation und Feststellung des Tumorstadium überlegen.

Bei den neuesten MRT- Geräten mit 3 TESLA („Auflösungsgrad“) ist aufgrund einer stärkeren Auflösung eine Endorectalspule sogar verzichtbar.

Neben der Beurteilung von Größe und Struktur ergeben Funktionsuntersuchungen der Prostata wie die Durchblutungsmessung weitere Hinweise auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms. Weiterhin können Lymphknoten, die das Gewebswasser aus der Prostata drainieren, dargestellt werden, insoweit kann auch eine Aussage über bereits vorliegende regionale Lymphknotenmetastasen gemacht werden. Diese Verfahren werden innerhalb der hochauflösenden MRT-Untersuchung in einem Untersuchungsgang angewendet.

 
 
 

Elastographie 2 vergleichsbilderElastographie:

Die Ultraschall-gestützte Elastographie ist ein innovatives bildgebendes Verfahren, welches die Elastizität von Gewebe misst und je nach Dehnungsgrad verschieden farbig darstellt. Das Verfahren macht sich die Tatsache zunutze, dass sich harte Gewebeanteile – so auch Tumorgewebe - bei Druck weniger stark verformen als weiches Gewebe.
Die Untersuchung ist kurz und schmerzfrei und erfolgt wie beim transrektalen Ultraschall durch den Enddarm. 

 

Dabei übt der Arzt mit dem Schallkopf einen leichten Druck auf die Prostata aus oder der Patient hustet kurz. Aufgrund der unterschiedlichen Dehnungseigenschaften von Tumor und normalen Gewebe entstehen minimale Zeitverschiebungen der Echosignale. Diese werden mit Hilfe einer speziellen Software auf dem Monitor in Echtzeit farbig dargestellt und auffällige Areale im Ultraschallbild markiert.

Dies ermöglicht dem erfahrenen Arzt eine gezieltere Entnahme von Gewebeproben während der Elastographie (in Echtzeit)zur Abklärung eines Prostatakarzinoms. Die Trefferquote der Elastographie liegt aktuellen Studien zufolge gegenüber der konventionellen Sonographie deutlich höher. Die Elastographie ist daher eine zusätzliche Methode bei der Diagnostik bzw. zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms.

 

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